5. Dezember 2012

EU verhängt Rekord-Kartellstrafe gegen Fernseher-Hersteller

Einige Firmen, die heute noch Bildröhren für Fernseher herstellen, sind doppelt gestraft - zum Teil nicht zu Unrecht.

In Zeiten von Flachbildschirmen sind die Röhren eine aussterbende Technologie und werden kaum noch produziert. Weil sich einige Hersteller aber illegal zu einem Kartell zusammengeschlossen haben, haben sie dafür jetzt noch eine Geldstrafe erhalten. Die EU-Kommission verhängte eine Rekordstrafe gegen Philips, LG Electronics, Samsung SDI, Technicolor und andere Anbieter. Sie müssen insgesamt fast 1,5 Milliarden Euro Strafe zahlen - wegen jahrzehntelanger Preisabsprachen bei Bildröhren. Die sind laut Kommission besonders stark zulasten der Kunden gegangen, da die Bildröhre 50 bis 70 Prozent des Preises von Bildschirmen ausmachte.

Die niederländische Firma Philips will gegen die Strafe klagen - weil sie schon vor zehn Jahren aus dem Kartell ausgestiegen sei. Philips hat sein Fernseh-Geschäft voriges Jahr aufgegeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)