6. Dezember 2012
Der Philosoph Sari Nusseibeh ist überzeugt: Was im Leben zählt, ist die Ökonomie.
Deshalb glaubt der Direktor der palästinensischen Al-Quds-Universität, dass es eine Option sein könnte, die Palästinenser wieder in den israelischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Er sagte der "Frankfurter Rundschau", die Leute wollten ein ordentliches Auskommen, Bildung für ihre Kinder und Gesundheitsversorgung. Deshalb würden sie merken, dass ein Israel, das ihnen offenstehe, für sie besser sei. So sei es auch während der israelischen Besatzung von 1967 bis zur ersten Intifada - also dem bewaffneten palästinensischen Aufstand ab 1987 - gewesen.
Eine gerechte Zwei-Staten-Lösung, so Nusseibeh, hätten die israelischen Siedlungen bereits verbaut. Nicht darauf werde also am Ende die Lösung des Nahost-Konflikts fußen - sondern auf einem Staat mit gleichen Rechten für beide Völker.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)