6. Dezember 2012

Belgisches Gericht: "Tim im Kongo" nicht rassistisch

Der Comic "Tim im Kongo" vom belgischen Zeichner Hergé war zuletzt aus vielen öffentlichen Bibliotheken entfernt worden. Der Vorwurf: Die Zeichnungen seien rassistisch.

Ein Gericht in Belgien urteilte jetzt: "Tim im Kongo" ist nicht rassistisch. Damit bestätigt das Gericht ein früheres Urteil - und der Band muss in Belgien nicht aus dem Verkauf genommen werden.

Ein Kongolese wollte den Comic verbieten lassen, weil er die Zeichnungen als beleidigend empfand. Das Gericht urteilte, der Comic stamme aus den 30er Jahren und müsse auch in diesem Kontext beurteilt werden. Hergé sei selbst nie im Kongo gewesen und habe sich nur im Museum informiert. Auch der Autor selbst hatte damls erklärt, der Comic sei von den Vorurteilen der damaligen Zeit geprägt - aber nicht bösartig oder rassistisch gemeint.

Wegen der Vorwürfe hatten mehrere Bibliotheken in Großbritannien, Schweden und den USA den Band "Tim im Kongo" aus der Sammlung genommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)