7. Dezember 2012
Mit leerem Magen reist es sich schlecht.
Eine extreme Dürre am Horn von Afrika hat im Jahr 2011 Zugvögel auf dem Weg nach Nordeuropa aufgehalten. Das berichtet ein skandinavisches Forscherteam im Fachmagazin "Science". Weil die Nahrung so spärlich war, brauchten Neuntöter und Sprosser demnach länger, um sich in Afrika die Energiereserven für die weite Reise nach Europa anzufressen. Dadurch begannen die Tiere am Ziel ihrer Wanderung auch später zu brüten. Die Wissenschaftler hatten etwa 25 Vögel mit Miniatur-Datenspeichern ausgestattet und so über drei Jahre hinweg mitverfolgt, wann die Tier sich wo aufhielten.
Die verspätete Ankunft fiel besonders auf, da Zugvögel durch den Klimawandel eigentlich eher früher in ihren Brutgebieten eintreffen. Negative Folgen durch die verlängerte Rast in Afrika konnten die Forscher bislang aber bei keiner der beiden untersuchten Arten feststellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)