7. Dezember 2012

Studie: Roma-Gruppen haben trotz unterschiedlicher Sprache gleichen Ursprung

Vor 1500 Jahren begann der Weg der Roma von Indien nach Europa - und während der Reise blieben sie weitgehend unter sich.

Das geht aus einer internationalen Studie hervor, die das Fachblatt "Current Biology" veröffentlicht hat. Demnach haben die europäischen Roma-Gruppen trotz ihrer unterschiedlichen Sprachen oder Lebensweisen einen gemeinsamen Ursprung.

Die Forscher der Erasmus-Universität in Rotterdam hatten mit einer Analyse des Erbguts den Ursprung und die Geschichte des europäischen Roma-Volkes nachvollzogen. Sie hatten 153 Menschen aus 13 Roma-Gruppen untersucht und ihre Genome mit anderen Menschen verglichen. Dabei fanden sie wenige Spuren von Angehörigen anderer Völker. Die Roma haben demnach auf ihrem Weg von Indien nach Europa vor allem unter sich geheiratet.

Der Europarat schätzt die Zahl der Roma europaweit auf rund 11,2 Millionen. In Bulgarien, Mazedonien, Rumänien, der Slowakei und Serbien ist ihr Anteil der Bevölkerung am größten. Vor allem in diesen Ländern kämpfen sie häufig mit schlechteren Bildungschancen, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)