7. Dezember 2012
Die letzte Ausgabe der "Financial Times Deutschland" hat ein schwarzes Titelblatt und titelt mit "endlich schwarz".
Laut dem stellvertretenden Chefredakteur Sven Oliver Clausen ist das natürlich zynisch gemeint - schließlich schrieb die FTD in ihrer zwölfjährigen Geschichte nie schwarze Zahlen. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, seine Redaktion habe im Rückblick zwei Fehler gemacht: Zum einen hätte sie stärker darauf hinwirken sollen, im Internet ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln - die Werbeerlöse der Gratis-Onlineausgabe hätten das nicht geschafft. Zum anderen sei die Zielgruppe für Wirtschaftszeitungen mit 250.000 Menschen vergleichsweise klein. Clausen glaubt: Hätten die Journalisten die Inhalte anders aufbereitet, hätte man vielleicht eine größere Leserschaft erreichen können.
Die "Financial Times Deutschland" wird heute eingestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)