7. Dezember 2012
Mit den Händen sprechen ist ein altbewährtes Kommunikationsmittel.
Dass Hände auch zuhören können, lässt eine Studie im Fachblatt "PLOS ONE" vermuten. Die Wissenschaftler spielten Versuchsteilnehmern einzelne Sätze vor und ließen die Probanden zeitgleich einen Griffstärke-Sensor drücken. Alle Sätze waren einfach aufgebaut und in der dritten Person formuliert, wie etwa "John geht zur Arbeit". Was auffiel: Die Versuchsteilnehmer drückten fester, wenn sie Verben wie "greifen", "heben" oder "werfen" hörten, die mit den Händen und Armen zu tun hatten.
Einzelne Wörter lösen demnach gezielt und unbewusst eine motorische Reaktion aus, so die Forscher. Wie ausgeklügelt der Zusammenhang ist, zeigt ein weiteres Ergebnis: Wurde die Aktion im vorgespielten Satz verneint - zum Beispiel "Laura hebt ihren Koffer nicht" - drückten auch die Versuchsteilnehmer nicht so stark zu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)