7. Dezember 2012

Schlafforscher fordern flexiblere Arbeits- und Schulzeiten

Wann ist die richtige Zeit zum Schlafengehen?

Über diese Frage können sich Eltern schon mit Dritt- oder Viertklässlern streiten. Denn in der Vorpubertät stellt sich die innere Uhr um - mit dem Ergebnis, dass heranwachsende Kinder erst sehr viel später müde werden, als Eltern das gerne hätten.

Das Ergebnis sind Schlafmangel und häufig auch Lernprobleme. Darauf verweist der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Geert Mayer. Er und seine Kollegen treffen sich heute in Berlin zu einem Fachkongress.

Doch auch Erwachsene, die nur langsam in Fahrt kommen, mache es zu schaffen, wenn der Tag zu früh beginnt, sagt Till Roenneberg von der Uni München. Mindestens jeder Zehnte in Deutschland leide unter chronischen Schlafstörungen und werde dadurch anfällig für Krankheiten. Laut Roenneberg wird an Lösungen gearbeitet. Ein europäisches Forscherteam erstelle zurzeit Schlafprofile größerer Teile der gesunden Bevölkerung - zum Beispiel durch Sensoren im Handy.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)