7. Dezember 2012
Für die Stammzellenforschung brauchen keine Embryonen mehr zu sterben.
Doch die Methoden, die es gibt, werden laut einem Bericht von "Zeit Wissen" in Deutschland kaum genutzt. Der Grund: Eine vor Jahren in Bonn entwickelte Methode ist in Deutschland verboten. Für sie brauchen Neuropathologen nur eine einzige Zelle zu entnehmen - statt eines kompletten embryonalen Zellhaufens. Die Zelle wird mit einer bereits existierenden Stammzellenkolonie umgeben. Durch Signalmoleköle entsteht eine neue, gesunde Zellkolonie.
Weil die Methode nicht erlaubt ist, schlagen die Forscher eine Alternative vor - und zwar, Zellen von Embryonen zu nehmen, die einen genetischen Defekt haben und ohnehin nicht zu einem Menschen heranwachsen könnten. Ihre Zerstörung wäre also keine Tötung. Die Anzahl solcher Zellen ist aber wohl gering. In Laboren findet die Methode deshalb selten Anwendung.
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-12/Stammzellen-ohne-Emrbyotod
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)