7. Dezember 2012
690 Euro mehr reichen nicht.
Das sagt der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, zu den nordrhein-westfälischen Plänen für höhere Professoren-Gehälter. Die NRW-Regierung hatte gestern beschlossen, dass ein W2-Professor, also einer ohne eigenen Lehrstuhl, bis zu 690 Euro mehr im Monat bekommen soll.
Kempen sagte im "Deutschlandfunk", die Gehälter seien auch dann noch nicht amtsangemessen. Schwierig sei vor allem, dass die Zulagen für besonderes Engagement geringer ausfielen. Sie würden nach dem neuen Gesetz mit dem Grundeinkommen verrechnet. Kempen kritisiert auch, dass keine Erhöhungen für Juniorprofessoren vorgesehen sind.
Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar entschieden, dass die Gehälter für Professoren steigen sollen. Die Länder müssen bis nächsten Monat Gesetze dazu ausgearbeitet haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)