7. Dezember 2012
Den sogennannten Cyber-War gibt es gar nicht.
Dieser Auffassung ist die Völkerrechtlerin Katharina Ziolkowski, die die NATO zum Thema Internet-Sicherheit berät. Im "Deutschlandradio Kultur" sagte Ziolkowski, der Begriff Cyber-Krieg werde inflationär eingesetzt. Und er sei unzutreffend.
Von einem Krieg könne man im völkerrechtlichen Sinne nur sprechen, wenn ein Staat einem anderen den Krieg offiziell erkläre. Oder wenn ein Ultimatum ablaufe. Beides sei bei virtuellen Angriffen nicht der Fall.
Ziolkowsi glaubt auch nicht, dass es in Zukunft einen Krieg geben wird, der ausschließlich im Netz stattfindet. Dafür seien die Effekte zu gering. Es sei aber davon auszugehen, dass Cyberangriffe als Zusatz zu herkömmlichen Waffen zunähmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)