7. Dezember 2012

Gemälde aus KZ-Asche: Galeriebesucher erstattet Anzeige

Darf Kunst wirklich alles?

Mit dieser Frage beschäftigt sich zurzeit die schwedische Polizei. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Sydsvenska Dagbladet" hat ein Galeriebesucher Anzeige gegen den Künstler Carl Michael von Hausswolff erstattet, weil dieser Bilder mit Asche von KZ-Opfern aus dem Vernichtungslager Majdanek gemalt hat. Der Galeriebesucher begründete seine Anzeige damit, dass er sich von den Werken "unangenehm berührt" fühle.

"Schockiert und empört" äußerten sich dagegen Vertreter der heutigen Gedenkstätte Majdanek. Hausswolffs Bilder zeugten von einer "unfassbar barbarischen Tat". Der Künstler sei mit Sicherheit nicht auf legalem Wege an die Asche gekommen.

Hauswolff selbst hat angegeben, die Asche schon vor mehr als 20 Jahren von einer Reise nach Polen mitgebracht zu haben. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts der Grabschändung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)