10. Dezember 2012

"Gläserne Briten": Regierung will die DNA von Krebs-Patienten erfassen

Der britische Premierminister David Cameron preist das Projekt als wegweisend, Kritiker sehen eher ein Datenschutzproblem.

Die Regierung in London will die genetischen Codes von Patienten mit Krebs und seltenen Krankheiten in einer Datenbank erfassen und dauerhaft speichern. Ziel sei es, der Forschung eine breitere Basis für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien an die Hand zu geben.

Cameron erklärte, Großbritannien müsse wieder die Führung in der Forschung übernehmen. Mit der DNA-Datenbank bekämen Wissenschaftler die Möglichkeit, das nächste Wundermedikament oder bahnbrechende Behandlungsformen zu entdecken.

Die Daten sollen zwar nur mit Zustimmung der Patienten und anonym erfasst werden. Kritiker des Projekts befürchten trotzdem, dass die sensiblen Daten in falsche Hände geraten könnten.

Die Regierung rechnet in den nächsten drei bis fünf Jahren mit Kosten von umgerechnet 124 Millionen Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)