10. Dezember 2012
Minijobs verdrängen reguläre Arbeitsplätze vor allem im Einzelhandel, im Gastgewerbe sowie in der Gesundheits- und Sozialbranche.
Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Minijobber kommen demnach besonders häufig in Dienstleistungsbranchen zum Einsatz. Der Grund: In diesen Branchen gebe es lange Öffnungszeiten, Kundenorientierung und teilweise stark schwankende Nachfrage. Mit Minijobbern könnten Betriebe flexibel auf Kundenwünsche und -ströme reagieren.
Die Untersuchung weist zugleich auf das Grundproblem der Minijobs hin: Wenn durch sie Beitragszahler entzogen werden, erhöht sich der Druck auf das Sozialversicherungssystem. Indizien für die Verdrängung regulärer Stellen gebe es vor allem für kleine Betriebe mit unter zehn Beschäftigten.
Derzeit gibt es mehr als 7,4 Millionen Minijobs. Davon werden rund 2,5 Millionen als Nebenjob ausgeübt.
http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb2412.pdf
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)