11. Dezember 2012
Stachelschweine pieksen besonders sanft, und deshalb hat die Medizin sie sich zum Vorbild genommen.
Wissenschaftler von der Harvard Medical School in Cambridge haben eine Injektions-Nadel entwickelt, die viel leichter in die Haut eindringt und damit weniger pieksen soll. Vorbild dafür war der in den USA und Kanada lebende Baumstachler, ein Nagetier, das auch Urson genannt wird. Seine Stacheln haben kleine Widerhaken, die beim Eindringen in die Haut den Druck konzentrieren. So wird das Gewebe weniger verletzt. Doch das ist nicht der einzige Trick: Die Stacheln haben eine feine schuppige Struktur, so dass sie besonders leicht durch Haut oder Muskeln gleiten.
Die Forscher testeten ihre angeblich weniger schmerzhafte Stachelspritze übrigens nicht am Menschen. Sie verwendeten dafür Schweinehaut und Hühnermuskeln.
Die Studie über die Stachelschwein-Spritzen ist erschienen im Fachmagazin "PNAS".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)