11. Dezember 2012
Die europäischen Bisons werden einer Inventur unterzogen.
In einem Forschungsprogramm soll die Verwandtschaft der Wisente in deutschen Tierparks mit Hilfe von DNA-Tests untersucht werden. Ziel ist es, Inzucht zu vermeiden und die Erhaltung der Wisente auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen. Das Projekt betrifft etwa 550 Tiere in 80 Herden. Die Kosten von 70.000 Euro übernehmen mehrere Umweltstiftungen. Koordinator ist das Wisentgehege Springe in der Nähe von Hannover, eines von vier Regionalzentren zur Betreuung der Wisentzucht in Deutschland.
Wisente sind die größten an Land lebenden Säugetiere Europas. Am Ende des Ersten Weltkrieges war die Art in freier Wildbahn ausgestorben. Nur zwölf Tiere, die in Tierparks überlebt hatten, bilden den Ursprung der heutigen Population, die auf 4500 Tiere geschätzt wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)