11. Dezember 2012
Sollten schon Kleinkinder ein Tablet nutzen?
Das fragt die "taz". Immerhin könnten schon Zweieinhalbjährige auf dem Gerät Apps bedienen, obwohl das normalerweise das Alter sei, in dem man erst lerne, mit Gabel und Löffel zu essen. Die Zeitung zitiert die Medienpädagogin Kristin Langer mit den Worten, der Umgang mit elekronischen Medien sei für unter Dreijährige nicht entwicklungsfördernd. Man könne höchstens eine verbesserte Hand-Augen-Koordination feststellen oder eine schärfere Wahrnehmung. Auch Lernapps, so Langer, könnten Kindern nicht wirklich etwas beibringen, was sie nicht auch auf konventionelle Weise lernen könnten - wie zum Beispiel Tiergeräusche. Dafür könne man auch in den Zoo gehen. Die "taz" fragt sich, ob Eltern Kinder mit Tablets ähnlich wie mit dem Fernseher "ruhig stellen" wollen, kommt aber dank einer Studie zu dem Schluss: Eltern seien sich sehr wohl bewusst, dass das Tablet nicht den persönlichen Kontakt ersetze - und dass Apps höchstens als Ergänzung eingesetzt würden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)