11. Dezember 2012
Schulden verjähren nicht.
Dieser Ansicht ist der polnische Parlamentsabgeordnete Marek Poznanski von der ultraliberalen Palikot-Bewegung. Der "Süddeutschen Zeitung" hat er erklärt, warum er von der spanischen Regierung einen Kredit eintreiben will, der Mitte des 16. Jahrhunderts gewährt wurde. Konkret geht es dem Angeordneten zufolge um 470.000 Golddukaten, die die polnische Königin Sforza dem spanischen König Philipp II. für einen Krieg gegen die Franzosen geliehen hat. Nach Poznanskis Rechnung wären das heute 57 Millionen Euro - und zwar ohne Zinsen.
Poznanski hat das polnische Außen- und Finanzministerium aufgefordert, das Geld von Spanien zurückzufordern. Die Reaktion auf seinen Vorstoß nennt er "hasenfüßig". Ihm sei mitgeteilt worden, keine polnische Regierung habe im 20. Jahrhundert diesbezüglich Forderungen an Madrid gerichtet. Deswegen könne man nichts mehr machen.
Dass es Spanien gerade finanziell nicht gut geht, lässt der Politiker nicht gelten. Er meint: Auch der polnische Staatshaushalt könne die Millionen gut gebrauchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)