11. Dezember 2012

Insekten tarnten sich schon in der Kreidezeit mit Dreck

Die Geschichte der Camouflage ist alt.

Bereits vor mehr als 100 Millionen Jahren haben Insekten Dreck benutzt, um sich zu tarnen. Das belegt eine in Bernstein eingeschlossene Florfliegenlarve aus der Kreidezeit, die Wissenschaftler im Fachblatt PNAS beschreiben. Das Tier trägt ein Paket von Pflanzenresten auf dem Rücken. Gehalten wird das Tarnmaterial von langen, borstigen Fortsätzen am Hinterkörper.

Auch die Larven heute lebender Florfliegen tarnen sich, indem sie Reste anderer Insekten, Borkenteile oder Pollen auf dem Rücken tragen. Nach Ansicht der Forscher sind die Tiere durch diese Abfälle für Raubfeinde schwer zu erkennen. Zudem entstehe ein schützender Panzer.

Dass diese Tarn-Strategie schon sehr lange besteht, hatten Wissenschaftler bereits vermutet. Fossilien von Florfliegenlarven sind allerdings extrem selten. Der Fund sei daher eine kleine Sensation, so die Forscher.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)