11. Dezember 2012
James Bond hat die Lizenz zum Töten - und die nutzt er immer öfter.
Eine Studie der neuseeländischen Universität Otago kommt zu dem Schluss, dass es in heutigen Bond-Filmen doppelt so viele Darstellungen von Gewalt gibt wie noch vor 50 Jahren, als die 007-Serie begann. Die Forscher werteten 22 Filme aus, von 1962 bis 2008. Das Ergebnis: Die "leichte Gewalt" sei gleich geblieben, dafür habe sich die Zahl "schwerer Gewalttaten" wie Schießereien und Tötungen verdreifacht.
Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Archives of Pediatric and Adolescent Medicine" schreiben|http://archpedi.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1476813], könnte die Gewalt in den Bond-Filmen dazu beitragen, dass junge Menschen desensibilisiert werden und dass aggressives Verhalten gefördert wird.
Am gewaltfreiesten ist der Studie zufolge der Bond-Streifen "Leben und sterben lassen" mit Roger Moore aus dem Jahr 1973. Der neueste Bond-Film wurde nicht analysiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)