11. Dezember 2012

China: Erste wissenschaftliche Studie zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht

Eigentlich sollte ein Uni-Abschluss eine Garantie sein, einen Arbeitsplatz zu finden.

Doch in China geht das nicht auf. Universitätsabsolventen sind dort die Gruppe, die am schwersten eine Anstellung findet. Das geht aus der ersten wissenschaftlichen Untersuchung zur Arbeitslosigkeit in China hervor. Veröffentlicht wurde sie von der Hochschule für Finanzen und Wirtschaft im westchinesischen Chengdu.

Rund 16 Prozent der befragten Akademiker zwischen 21 und 25 Jahren gaben an, zurzeit arbeitslos zu sein. Bei den Probanden ohne formale Bildung in der gleichen Altersgruppe waren es nur vier Prozent. Der Leiter der Studie sagte, das sei nur vorübergehend. Uniabsolventen hätten zu hohe Erwartungen an ihr Einstiegsgehalt. Wenn sie damit keine Anstellung fänden, würden sie sich schließlich auch mit weniger zufrieden geben und einen Job finden.

Insgesamt waren nach Schätzungen der Studie im vergangenen Jahr rund acht Prozent der Stadtbevölkerung in China arbeitslos. Damit wäre die Arbeitslosenrate doppelt so hoch wie offiziell angegeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)