11. Dezember 2012

Podiumsdiskussion zur Gier der Banker

Das Bild des gierigen Bankers ist seit Beginn der Finanzkrise allgegenwärtig.

Der Psychoanalytiker Rolf Haubl hat sich das einmal genauer angesehen. Seiner Meinung nach sind gierige Banker schuld an der Finanzkrise der Jahre 2008/2009. Er sagte auf einer Podiumsdiskussion in der Frankfurter Goethe-Universität, die Gier sei keine Charaktereigenschaft, sondern ein Systemdefekt. Der Soziologe Sighard Neckel erläuterte, die Gewinnsucht der Banker sei an den Finanzmärkten institutionalisiert. Vor allem junge Investmentbanker suchten fast zwanghaft nach dem nächsten Kick.

An der Podiumsdiskussion nahm auch der evangelische Theologe Stefan Alkier teil. Er sagte, die Gier, die Fixierung auf das Habenwollen, sei seit der Antike negativ besetzt. In den vergangenen 20 Jahren habe sich das verändert, nun gelte die Maxime "Gier ist geil, Geiz ist geil".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)