11. Dezember 2012
Wo Thunfisch draufsteht, ist nicht immer Thunfisch drin.
Das gilt besonders in New York City. Dort werden knapp 40 Prozent der Fische unter falschem Namen verkauft. Das hat eine Studie der Umweltschutz-Organisation "Oceana" ergeben. Sie hatte DNA-Tests an der Ware von 81 Einzelhändlern, Imbissen und Sushi-Restaurants durchgeführt. Viele Anbieter zeichneten demnach die Fische inkorrekt aus. Manchmal seien günstigere Arten als teurere oder häufig vorkommende als seltene Fische verkauft worden. Eine falsche Bezeichnung könne auch Gesundheitsrisiken bergen, da Kunden dann unwissentlich ein anderes Produkt kaufen als geplant.
Schwangere und Kinder sollten beispielsweise aufgrund des Quecksilbergehalts keinen Torpedobarsch essen. Der sei aber teilweise als Heilbutt oder Schnapper verkauft worden.
Frühere Studien hatten gezeigt, dass in Boston und Los Angeles sogar noch mehr Fisch unter falschem Namen vertrieben wird - etwa 50 Prozent. Für Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr auch der Fall eines Gourmet-Ladens in Manhattan: Dort war über 15 Jahre Hummersalat verkauft worden, der in Wahrheit Flusskrebse enthielt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)