11. Dezember 2012

Forscher: Genregulation könnte zu Homosexualität führen

Bislang haben Forscher kein Gen gefunden, das für Homosexualität verantwortlich sein könnte.

Ein internationales Team von Biologen und Mathematikern glaubt, dass bestimmte Gen-Marker dafür verantwortlich sind, dass es in einigen Familien öfter Schwule oder Lesben gebe.

Gen-Marker regulieren, wie aktiv ein Gen ist und sorgen damit zum Beispiel auch dafür, dass Babys im Mutterleib vor der natürlichen Schwankung des Geschlechtshormons Testosteron geschützt sind: Damit Mädchen bei einer hohen Konzentration keine männlichen und Jungen bei geringer Konzentration keine weiblichen Zügen ausbilden.

Die Marker betreffen unter anderem die sexuellen Vorlieben und die sexuelle Identität und können nach Ansicht der Forscher vererbt werden. Wenn sie irrtümlich von Vätern an Töchter und von Müttern an Söhne weitergegeben würden, kehre sich der Effekt aber um. Söhne könnten dann einige weibliche Eigenschaften erhalten, Töchter männliche. Das ist für die Forscher eine Erklärung, warum es Homosexualität geben könnte.

Die Studie ist im Fachmagazin "The Quartely Review of Biology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)