12. Dezember 2012

Studie: Gehirnerschütterungen haben bei Kindern langfristige Folgen

Kinderköpfe sind anscheinend nachtragend.

Die anatomischen Folgen einer Gehirnerschütterung sind bei Kindern noch Monate nach der Verletzung nachweisbar - auch wenn die Symptome längst abgeklungen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer Forscher im Fachmagazin "The Journal of Neuroscience". Die Testpersonen waren Kinder zwischen zehn und 17 Jahren, die eine leichte Hirnverletzung erlitten hatten. Mit Hilfe von Magnetresonanz-Tomographie entdeckten die Forscher, dass die weiße Substanz - ein Teil des Gehirns, der aus Nervenbahnen besteht - durch die Erschütterung deutlich verändert war. Das Überraschende: Diese strukturellen Änderungen im Gehirn waren auch drei Monate nach dem Unfall noch nachweisbar, wenn die Kinder längst keine äußeren Symptome mehr zeigten.

Die Mediziner schlussfolgern, dass sich Kinder nach einer Kopfverletzung eventuell länger vorsichtig bewegen sollten. So könne vermieden werden, dass ihr noch nicht regeneriertes Gehirn erneut eine Erschütterung erleide.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)