12. Dezember 2012

Philosophin Bettina Stangneth fordert Freigabe noch verschlossener Akten aus der Nachkriegszeit

Was früher einmal bedenklich war, ist heute vielleicht noch nicht einmal mehr eine Sensation.

Mit dieser Begründung verlangt die Philosophin Bettina Stangneth die Freigabe von Akten, die in den ersten Jahrzehnten nach Gründung der Bundesrepublik unter Verschluss gesetzt wurden.

Die 46-Jährige hat vor kurzem ein Buch über das Leben des NS-Verbrechers Adolf Eichmann vor seiner Festnahme 1961 in Jerusalem geschrieben. In der "Frankfurter Rundschau" erklärt Stangneth, nicht nur Historikerkommissionen hätten das Recht, in den 50er bis 70er Jahren gesperrte Akten einzusehen. Mit derart komplexen Fragen wie der Nazi-Vergangenheit müssten sich auch Soziologen, Literaturwissenschaftler und Psychologen beschäftigen können. Die Philosophin Stangneth appelliert deshalb an das Kanzleramt, noch bestehende Sperrvermerke aufheben zu lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)