12. Dezember 2012
Sie wollen ihre Gegner mit den eigenen Waffen schlagen.
Nerzzüchter wollen tierfreundlichere Regeln für die Haltung von Nerzen nicht unterschreiben. Ihr Argument: Die geforderten Bedingungen seien gar nicht besser für die Tiere.
Tierschützer hatten in einer 2006 erlassenen Verordnung erreicht, dass Nerze in zehnmal größeren Käfigen gehalten werden sollen. Bisher leben sie oft zu Fünft in 0,3 Quadratmeter kleinen Gitterkäfigen. Dort haben sie ungefähr so viel Platz wie auf einem großen Zeichenblock. Die Pelzunternehmer befürchten, dass die Tiere in den größeren Gehegen sterben, weil Muttertiere dort leicht den Kontakt zu ihren Jungen verlieren könnten. Tierschützer halten das für Quatsch.
Die Verordnung vom Landwirtschaftsminsiterium wartet seit 2006 auf die Unterschriften der Nerzzüchter. Die haben aber heute zum wiederholten Mal eine Frist verstreichen lassen und klagen vor mehreren Gerichten gegen das Papier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)