12. Dezember 2012

Fashion Mobs als Protest gegen Niedriglöhne für Textilarbeiter

Das Ziel ist ehrgeizig.

Dieses Jahr soll das letzte sein, in denen die Menschen zu Weihnachten Kleider verschenken, die zu Hungerlöhnen hergestellt wurden. So will es die "Clean Clothes"-Kampagne. In zehn europäischen Ländern plant das Bündnis deshalb "Fashion Mobs" - Protestaktionen im Flash-Mob-Stil in den Einkaufsstraßen von Großstädten.

Die Initiatoren von "Clean Clothes" wollen darauf aufmerksam machen, dass Modefirmen wie H&M, Zara und Levi's den Arbeitern in Entwicklungsländern Löhne zahlen, mit denen die ihre Existenz kaum sichern können - zum Beispiel in Kambodscha. "Clean Clothes" fordert die Unternehmen auf, mit den unabhängigen Gewerkschaften in Kambodscha zu verhandeln.

Momentan bekommen Textilarbeiter dort im Schnitt nicht mehr als 50 Euro im Monat. Die Gewerkschaften fordern einen Mindestlohn von 100 Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)