13. Dezember 2012
Es hilft nicht, sich nur an Frauen zu wenden, wenn es um die Bekämpfung von Problemen wie häusliche Gewalt oder die Übertragung von Aids geht.
So sieht es offenbar die niederländische Regierung - sie ist nämlich mit 8,6 Millionen Euro einer der ersten und größten Geldgeber für Männerprojekte in Entwicklungsländern. Die niederländische Entwicklungsministerin sagte, bisher hätten vor allem Frauen im Mittelpunkt von Hilfsprogrammen gestanden. Dadurch verändere sich aber strukturell nichts.
Das jetzige Programm solle zu einem neuen Rollenverständnis der Männer und zur Gleichberechtigung beitragen. Durch die Emanzipation von Frauen gerate das Selbstbild der Männer durcheinander. Mit den unterstützten Projekten würden gezielt Männer gestärkt und ins Familienleben eingebunden. Dazu werden Männer von 15 bis 35 in Workshops bei Kirchen oder Sportvereinen über Krankheiten, Verhütung und Erziehungsfragen informiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)