13. Dezember 2012

Studie: Wegzug der Menschen aus Regenwaldgebieten kann auch zu häufigeren und größeren Bränden führen

Bisher galt, dass menschliche Besiedlung dem Regenwald eher schadet.

Nach Ergebnissen einer Studie der Columbia Universität New York ist es aber nicht ganz so einfach. Das dortige Geo-Institut stellte fest, dass die Entvölkerung ländlicher Gebiete im Amazonas-Gebiet zu größeren und häufigeren Waldbränden führen kann.

Die Forscher konzentrierten sich auf den peruanischen Teil des Amazonas-Beckens. Große Teile davon seien ein Flickenteppich aus Farmen und Weideland - viele Farmer verließen aber ihr Land, um in den Städten Arbeit zu finden. Inzwischen sei die Bewohnerzahl an manchen Orten um 60 Prozent gesunken. Das führe dazu, dass zum einen Gestrüpp nachwuchere, dass schnell brennt. Zum anderen fehlten aber auch schlicht Menschen, die die Feuer eindämmen. Die Farmer, denen häufig Brandstiftung vorgeworfen werde, seien in der Praxis eben auch relativ gut in der Lage, die Feuer zu kontrollieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)