13. Dezember 2012
Findest du deinen Beruf manchmal scheiße? Solche dummen Sprüche dürften sich diese US-Forscher wohl des Öfteren anhören.
Denn sie untersuchen Kotspuren unterschiedlicher archäologischer Fundstäten. Anhand dieser Spuren konnten sie jetzt nachweisen, dass sich die Darmflora der Menschen stark verändert hat. Im Magazin "PLOS one" sind die Ergebnisse nachzulesen. Die alten Kotspuren, so genannte Koprolithen, die zum Teil bis zu 8.000 Jahre alt sind, ähneln ihren Bakterien nach am ehesten denen heutiger Kinder vom afrikanischen Land. Im Vergleich mit einem durchschnittlichen US-Amerikaner aus der Stadt ließen sich keine Bakterien-Übereinstimmungen finden. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass die kosmopolitische Lebensweise die Darmflora stark verändert hat. Bessere Hygiene und Antibiotika sind zwar von Vorteil, aber dadurch ändert sich auch das ursprüngliche Verhältnis des Menschen zu seinen Mikroben. Und das beeinflusst wiederum die Entwicklung des Immunsystems. Damit kann einhergehen, so die Forscher, dass es heute zum Beispiel mehr Autoimmunerkrankungen gebe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)