13. Dezember 2012

Verfolgungsjagden im Film - warum wir sie leicht verstehen

Wer sich Filme ansieht, denkt dabei simpler.

Deutsche Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich Zuschauer in Filmen räumlich anders orientieren als in der Realität. Das Raumverstehen beruht nämlich normalerweise auf aufwendigen mentalen Berechnungen. In Filmen greifen die Zuschauer dagegen auf einfache Faustregeln zurück.

Forscher der Uni Tübingen und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien nennen aber als Voraussetzung, dass sich der Regisseur an bestimmte Darstellungskonventionen hält, etwa die 180-Grad-Regel. Demnach muss die Kamera immer auf einer Seite eines Geschehens bleiben, etwa bei einer Verfolgungsjagd. Dann stimmen auch die Bewegungsrichtungen in Realität und auf dem Bildschirm überein: Zwei Autos, die sich verfolgen, fahren dann in die gleiche Richtung. So kann man sich schnell und fehlerfrei orientieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)