14. Dezember 2012

Israelische Soldaten verprügeln Kameramänner

Ihre Presseschilder haben nichts genützt.

Zwei palästinensische Kameramänner der Nachrichtenagentur Reuters sind von israelischen Soldaten aus dem Auto gezerrt und verprügelt worden. Die Presseleute wollten an einem Grenzübergang in der Nähe von Hebron im Westjordanland filmen. Dort hatte ein israelischer Grenzposten kurz vorher einen palästinensischen Teenager erschossen.

Nach dem Reutersbericht waren die Kameramänner in einem mit der Aufschrift "TV" klar gekennzeichneten Fahrzeug unterwegs und trugen außerdem Jacken mit der deutlichen Aufschrift "Presse". Trotzdem seien sie von israelischen Soldaten gestoppt und zum Aussteigen gezwungen worden. Sie seien mit Gewehrkolben geschlagen worden, hätten sich bis auf die Unterwäsche ausziehen und auf die Straße knien müssen. Dann hätten ihnen die Soldaten Tränengaspatronen vor die Füße geworfen. Einer der Kameramänner musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die israelische Armee will den Vorfall untersuchen lassen.

In Hebron sind Palästinenser und israelische Sicherheitskräfte in der vergangenen Woche immer wieder aneinander geraten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)