14. Dezember 2012
Sie haben den Regenwald Zentimeter für Zentimeter erforscht und dabei 130.000 Insekten und Spinnen gesammelt.
Ein Team von 100 Wissenschaftlern war zwei Jahre lang im San Lorenzo Nationalpark in Panama unterwegs, um die Artenvielfalt im Tropenwald zu erforschen. Dabei untersuchten sie Parzellen von jeweils 400 Quadratmetern und stellten fest, dass auf dieser kleinen Fläche schon 60 Prozent aller im Regenwald vertretenen Insekten- und Spinnenarten vorkommt. Im US-Fachmagazin Science haben die Forscher ihre Ergebnisse veröffentlicht.
Um auch an die Insekten in den Baumkronen zu kommen, benutzten die Forscher Heliumballons, aufblasbare Plattformen und Kräne. Nach der Sammlung brauchte es mehrere Jahre, um die 130.000 Gliederfüßler zu bestimmen - dabei heraus kamen 6.000 Arten. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass viele der gefundenen Krabbeltiere hoch mobil sind und auf der Suche nach Nahrung weite Strecken zurücklegen. Sie warnen deshalb davor, den Regenwald durch Straßen zu zerteilen. Dies isoliere die einzelnen Waldteile und gefährde so die Artenvielfalt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)