14. Dezember 2012
Interessant sei vor allem der Widerspruch in sich - das sagt die Jury, die das Wort des Jahres gekürt hat. Es lautet "Rettungsroutine".
Der erste Teil, Rettung, bezeichne eine akute, initiative, aber abgeschlossene Handlung. Und dann komme die Routine, die eine auf Dauer angelegte und auf Erfahrung beruhende Handlung meine. Damit ist das Wort für die Mitglieder der Gesellschaft für deutsche Sprache sprachlich interessant und beschreibt außerdem treffend, die zahlreichen Rettungsmaßnahmen im vergangenen Jahr. Auf den folgenden Plätzen findet sich die Kanzlerpräsidentin für Angela Merkel; die Bildungsabwendungsprämie, als Kampfbegriff der Betreuungsgeldgegner; die Schlecker-Frauen, die ihre Jobs verloren; und das Verb wulffen, was sowohl wütende Botschaften auf Anrufbeantwortern hinterlassen bedeutet, als auch die Wahrheit nur scheibchenweise herauszurücken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)