14. Dezember 2012

Galapagos: Gift soll Rattenplage lösen

Einwanderer sind hier unerwünscht.

Auf den Galapagosinseln fressen eingeschleppte Ratten die Eier und Jungtiere der berühmten Riesenschildkröten. Deshalb plant die Nationalpark-Verwaltung, die Nagetiere auf den Inseln gezielt auszurotten. In dieser Woche gab es dazu ein erstes Experiment: Aus einem Helikopter haben die Parkmitarbeiter Gift auf die unbewohnte Insel Pinzón abgeworfen. Sollte sich das Vorgehen als erfolgreich erweisen, soll die Methode auch auf den anderen Inseln des Archipels angewandt werden.

Bislang werden die Riesenschildkröten in Aufzuchtstationen herangepäppelt, bis sie vier oder fünf Jahre alt sind, und dann ausgewildert. Christian Sevilla - Verantwortlicher des Ratten-Projekts - hofft, dass ohne die Nagetiere auch die Nachzucht in freier Wildbahn wieder gelingt.

Die Ratten erreichten die Galapagos-Inseln mit Seefahrern vermutlich im 16. Jahrhundert. Sie bedrohen nicht nur die Schildkröten, sondern auch Leguane und andere auf Galapagos heimische Tierarten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)