14. Dezember 2012
Bevor die Welt untergeht, wird noch mal Kasse gemacht.
Die Tourismusbranche in Mexiko profitiert nämlich vom Wirbel um den angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember. Seit Jahren leidet der mexikanische Badeort Cancún unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Nächste Woche werden die Hotels nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP aber wieder voll. Knapp 200 Kilometer entfernt liegt der Ausgrabungsort Chichén Itzà mit der berühmten Stufenpyramide der Maya.
Heute in einer Woche endet ein Zyklus des Maya-Kalenders. Wissenschaftler und Ureinwohner widersprechen Interpretationen, dass an diesem Tag die Welt untergeht. Reiseveranstalter nutzen den Wirbel aber gerne aus.
Damit sie es nicht zu bunt treiben, muss die Tourismusbehörde in Mexiko aber alle Werbekampagnen mit dem Nationalen Institut für Archäologie und Geschichte abstimmen. Auch andere Maya-Stätten in Mittelamerika und sogar Orte in Europa werden von Weltuntergangstouristen derzeit gerne besucht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)