14. Dezember 2012

WWF-Report: Europa betreibt systematische Überfischung

Ihnen ist das Geld wichtiger als die Wissenschaft.

Das wirft der WWF den europäischen Fischereiministern vor. Sechs Millionen Tonnen Fisch zu viel seien dadurch in den vergangenen Jahren aus Nordost-Atlantik geholt worden.

In einem Bericht hat die Naturschutzorganisation die offiziellen Fischereidaten von 2003 bis 2011 ausgewertet. Eine Mitarbeiterin des WWF kritisierte, die Minister richten die Fangquoten nach kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen aus und legalisieren so systematisch die Überfischung. Die erlaubten Quoten hätten die wissenschaftlichen Empfehlungen um durchschnittlich 45 Prozent überstiegen. In Deutschland waren es sogar knapp 60 Prozent.

Ab Dienstag werden in Brüssel die Fangquoten für die Fischereisaison 2013 im Nordost-Atlantik und der Nordsee festgelegt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)