15. Dezember 2012

Konferenzbeitrag: Mikroben könnten Massensterben bewirkt haben

Die Verursacher des größten Massensterbens der Erdgeschichte könnten ganz klein gewesen sein.

Forscher des MIT haben auf einer Konferenz berichtet: Für das Massensterben beim Übergang in das Erdzeitalter Trias vor 250 Millionen Jahren könnten methanbildende Mikroben verantwortlich sein. Bislang führten Wissenschaftler das Ereignis vor allem auf Vulkanausbrüche zurück, die das Erdklima veränderten. Die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel könnten aber auch Mikroben gewesen sein, die genau zu der Zeit gewaltige Mengen des Treibhausgases Methan produzierten.

Die Forscher nannten drei Gründe für ihre Theorie: Messungen wiesen auf eine hohe Methankonzentration in der Atmosphäre zur Zeit des Massensterbens hin. Zur gleichen Zeit entwickelte sich der Methan-Stoffwechsel bei noch heute lebenden Mikroorganismen - das zeigten Erbgut-Analysen. Und schließlich: Methan-Mikroben brauchen Nickel für ihren Stoffwechsel. Und dessen Konzentration im Boden stieg vor 250 Millionen Jahren stark an - vermutlich durch die Vulkanausbrüche.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)