17. Dezember 2012

Wieder Beutekunstvorwürfe: Chinesische Behörden fordern Verzicht auf Auktion

Kaum wurde die eine Auktion wegen Protesten abgesagt, gibt es schon wieder Ärger.

Es geht um mutmaßliche Beutekunst aus China. Die chinesische Behörde für Kulturerbe hat ein Pariser Auktionshaus aufgefordert, die für heute geplante Versteigerung eines Siegelstempels aus Jade zu stoppen. Sonst werde man rechtliche Schritte einleiten.

Im Katalog des Auktionshauses heißt es, der Stempel aus spinatgrünem Jade stamme aus der Qing-Dynastie und befinde sich seit Ende des 19. Jahrhunderts in französischem Familienbesitz. Schätzwert: 150.000 bis 200.000 Euro. Die chinesische Behörde stimmt zu: Nur sei das Objekt vorher wie viele andere aus dem Sommerpalast des Kaisers gestohlen worden. Nach einer ähnlichen Beschwerde zog im November ein Londoner Auktionshaus zwei Gegenstände zurück. Bisher haben ihre Pariser Kollegen die Vorwürfe zurückgewiesen und wollen die Auktion wie geplant ausrichten.

Objektbeschreibung Auktionshaus: http://www.artcurial.com/en/asp/fullCatalogue.asp?salelot=2250+++++119+&refno=10411420

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)