17. Dezember 2012

Birmas Ex-Exil-Medium: "Irrawaddy" erscheint erstmals in Rangun

Wer vor gut zehn Jahren in Birma mit dieser Zeitung erwischt wurde, konnte dafür ins Gefängnis wandern.

Heute soll das Monatsmagazin "Irrawaddy" erstmals offiziell und mit Erlaubnis in Birma erscheinen. Das sagte Chefredakteur Kyaw Zwa Moe der Nachrichtenagentur KNA. Demzufolge sollen 5.000 Gratisexemplare im Land verteilt werden.

Das Magazin wurde 1999 im thailändischen Exil gegründet und seitdem auch dort produziert. Wegen ihrer kritischen Berichterstattung durften Mitarbeiter nicht nach Birma einreisen - bis Anfang dieses Jahres. Wie der Chefredakteur erzählt, durften sie 2012 erstmals im Inland über die Nachwahlen und über Parlamentssitzungen berichten. Das Zensurgesetz ist zwar noch in Kraft, im Zuge des Reformkurses der jetzigen Regierung wird es aber nicht mehr angewendet.

"Irrawaddy" hat inzwischen ein Büro in der Wirtschaftsstadt Rangun. Kyaw Zwa Moe nennt das ein kleines Wunder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)