17. Dezember 2012
Alle Jahre wieder... kommt die selbe langweilige Weihnachts-Werbung im Fernsehen.
Tannenbaum, Glöckchen, glückliche Kinder, Harmonie. Die TV-Spots sehen so ähnlich aus, dass man kaum das Produkt dahinter erraten könnte. Der Emotionspsychologe Stefan Vogel erklärt das in der "Süddeutschen Zeitung" mit dem Begriff "mood repair": Zu Weihnachten wollen alle guter Stimmung sein, und fröhliche Werbung kann dabei offenbar helfen.
Selbst revolutionäre Punks wollten zu Weihnachten exakt die Kerzen am Baum sehen, die sie schon als Kind gesehen haben, meint der Psychologe und Agentur-Chef. Deshalb würde auch die TV-Werbung zu Weihnachten keine Experimente wagen. Der Ekelfaktor bei so viel Kitsch käme dabei nicht zum Tragen, denn wir hätten gelernt, dass das zu Weihnachten einfach dazu gehöre.
Deshalb würden auch die Firmen mit ihrer Reklame kein Risiko eingehen. Agentur-Chef Vogel beschreibt das in der "Süddeutschen Zeitung" mit einem Sudoku-Spiel: Für einen Weihnachts-TV-Spot nehme man immer die gleichen Elemente und baue sie unterschiedlich zusammen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)