17. Dezember 2012
Klimavorhersagen können nur so gut sein wie die Modelle, die Forscher von der Realität erstellen.
Und diese Modelle sind noch lange nicht so komplex, wie es das Klima ist. Wissenschaftler der Universitäten von East Anglia und Massachusetts bemängeln jetzt im Fachblatt "Nature Geoscience", dass Polarstürme bei den Berechnungen nicht berücksichtigt würden.
Jedes Jahr gebe es hunderte dieser Stürme, die üblicherweise eine Ausdehnung von unter 500 Kilometern hätten und selten länger als einen Tag andauerten.
Wenn man diese Polarstürme in den Computer-Modellen dazurechnet, ergeben sich den Forschern zufolge entscheidende Unterschiede, besonders bei der Zirkulation der Ozeane. Die Berechnungen ergaben, dass mehr warmes Wasser Richtung Europa fließen könnte.
Die US-Forscher glauben, dass verlässliche Klima-Voraussagen für Europa und Nordamerika weiterhin sehr schwierig sein werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)