17. Dezember 2012
Bloß keine Panik!
Der Sozialwissenschafter Bernhard Braun von der Universität Bremen warnt in der "Frankfurter Rundschau" davor, sich zu sehr vor den Folgen des demografischen Wandels in Deutschland zu fürchten. Bei den derzeitigen Prognosen würden viele Faktoren nicht berücksichtigt. Zum Beispiel gebe es in Deutschland immer mehr Zuwanderung - das könne eine Chance sein, die Überalterung der Gesellschaft aufzuhalten. Außerdem sei es ein Irrglaube, anzunehmen, eine ältere Gesellschaft sei krank und unproduktiv. Die Menschen lebten zwar immer länger, seien aber auch immer länger gesund. Außerdem steige die Arbeitsproduktivität rapide an - immer weniger Menschen könnten immer mehr Güter und Dienstleistungen erbringen. Der Wissenschaftler warnt davor, sich Katastrophenszenarien auszumalen. Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung seien alles andere als sicher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)