17. Dezember 2012

Größte Rentierherde der Erde schrumpft dramatisch

Man könnte sagen, der Weihnachtsmann muss sich um sein Transportmittel sorgen.

Denn eine der größten Rentierherden der Erde ist dramatisch geschrumpft. Das haben Bestandsaufnahmen kanadischer Forscher ergeben. Von den einst bis zu 900.000 Tieren am kanadischen George River in der Provinz Quebec seien im Sommer nur noch knapp 28.000 Tiere übrig gewesen.

Einige Biologen machen für den Rückgang der Herde die in dieser Region lebenden Inuit und ihre Jagdaktivitäten verantwortlich. Die Inuit weisen den Vorwurf zurück. Immerhin lebten sie jahrhundertelang friedlich mit den Rentieren zusammen. Nach Ansicht der Ureinwohner ist der anhaltende Bergbau und die Erkundung neuer Erzvorkommen schuld am Verschwinden der Tiere. Neue Straßen würden mitten durch Gebiete gebaut, in denen die Rentiere kalbten, Hubschrauber und Erkundungsflugzeuge brächten weitere Unruhe. Die kanadischen Behörden wollen nun einen Plan zur Wiederaufstockung der Herde ausarbeiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)