17. Dezember 2012
Smog in Peking ist zum Teil eine undurchsichtige Geschichte.
Seit einem Jahr werden in der chinesischen Hauptstadt Feinstaub- und Ozon-Werte gemessen und veröffentlicht. Die Bewohner Pekings richten sich aber eher nach den Messungen der US-Botschaft. Die halten sie für glaubwürdiger. Für das kommende Jahr soll deshalb der eigene, chinesische Luftverschmutzungsindex an den amerikanischen angepasst werden.
Große Unterschiede bei den Warnhinweisen hatten im vergangenen Jahr für öffentliche Kritik gesorgt. Ein Feinstaubwert, der von der US-Botschaft als gesundheitsgefährdend eingestuft wurde, galt bei den Pekinger Behörden als "leicht verschmutzte Luft". In Zukunft will Peking ab bestimmten Grenzwerten auch Warnmeldungen an die ältere Bevölkerung und Kinder veröffentlichen. Schulen sollen dann zum Beispiel draußen keinen Sportunterricht mehr abhalten.
Vor allem in den großen Städten in China herrscht dicke Luft. Viele Chinesen leiden deshalb an Atemwegserkrankungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)