17. Dezember 2012

Müll im Meer - Hamburger Ausstellung zeigt den Abfall im Ozean

Plastikschalen, ein abgebrochenes Surfbrett, Fischernetze, einzelne Flip Flops und Kunststoff-Kanister - all diese Utensilien wurden an den Stränden von Hawaii, Fehmarn und Sylt gesammelt.

Sie sind nun in Hamburg zu sehen, im Museum für Kunst und Gewerbe. Unter dem Motto "Endstation Meer?" zeigt das Haus, wie stark die Meere mit Plastikmüll verunreinigt sind. Das sei die Kehrseite des Konsums, sagte Museumsdirektorin Sabine Schulz. Das Problem: Es dauert bis zu fünf Jahre, bis sich eine Zigaretten-Kippe im Meer auflöst. Ein Syropor-Becher braucht 50 Jahre, eine Angelschnur 600 Jahre. Doch selbst wenn sich Plastik aufgelöst hat, bleiben winzige Plastik-Pellets im Meer zurück. In der Ausstellung werden diese mikroskopisch kleinen Teile in Großaufnahmen gezeigt. Und noch mehr kann man lernen: Etwa 70 Prozent des Plastikmülls sinken auf den Meeresboden, 15 Prozent bleiben in Meeresströmungen hängen und 15 Prozent werden an die Küsten gespült.

Die Ausstellung ist bis Ende März zu sehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)