17. Dezember 2012
Mehrere Jahre wurde in Hessen darüber diskutiert - jetzt steht fest: mit Beginn des kommenden Schuljahrs führt das Bundesland islamischen Religionsunterricht ein.
Die hessische Kultusministerin Nicola Beer teilte in Wiesbaden mit, dass er an bis zu 25 Grundschulen angeboten wird. Unterrichtet wird auf Deutsch - von Lehrern, die schon im hessischen Staatsdienst stehen. Koorperationspartner sind der Verband Ditib und die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft. Im Ditib sind vor allem türkische Muslime organisiert, die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung und hat nach eigenen Angaben in Deutschland etwa 30.000 Mitglieder. Mehrere Gutachter und das Kultusministerium hatten die Anträge beider Organisationen intensiv geprüft.
Als erstes Bundesland hatte Nordrhein-Westfalen mit Beginn des laufenden Schuljahres den islamischen Religionsunterricht als reguläres Unterrichtsfach eingeführt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)