17. Dezember 2012
Zwar sind die Schulgebühren weggefallen - aber die Kosten für Schuluniformen, Hefte und Schreibstifte sind geblieben.
Und die können sich viele Familien in Kenia offenbar nicht leisten. Denn in dem ostafrikanischen Land geht nach offiziellen Angaben mindestens eine Million Kinder nicht in die Schule. Die Zahl der Schulabbrecher sei alarmierend hoch, sagte die zuständige Direktorin im Bildungsministerium, Leah Rotich, nach einem Bericht der kenianischen Tageszeitung "The Standard". Präsident Mwai Kibaki hatte 2003 das Schulgeld für die staatliche achtjährige Grundschule abgeschafft.
Die Kinder bleiben aber nicht nur aus finanziellen Gründen von der Schule fern. Nach Angaben der Ministeriumsexpertin sind die Klassen mit 100 und mehr Schülern häufig auch einfach überfüllt. Dazu kämen schlecht bezahlte und daher oft wenig motivierte Lehrer, die die Kinder verprellten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)