17. Dezember 2012
Wo einst große, zusammenhängende Waldgebiete waren, gibt es heute häufig nur noch einzelne Fragmente davon.
Hier ein bisschen Wald, dann wieder Acker- und Wohnfläche, dann dort ein bisschen Wald. So sieht es nicht nur in Deutschland aus, auch in anderen Regionen der Erde findet sich diese sogenannte "Habitatfragmentierung". Für viele Tiergruppen bedeutet das, dass die Populationen sich nicht mehr vermischen. Die folge sind ein verringerter genetischer Austausch und erhöhte Inzucht innerhalb der Gruppen. Wissenschaftler vom Museum für Naturkunde in Berlin haben das für Fledermäuse im karibischen Tiefland costa Ricas untersucht. Ihre Populationen sind durch Viehweiden, Ananas- und Bananenplantagen getrennt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Fledermäuse trotz ihrer Flugfähigkeit und der damit verbundenen hohen Mobilität, genetisch verarmen. Die Wissenschaftler fordern deshalb, größere, zusammenhängende Waldgebiete stehen zu lassen - und sei es als schmalen Streifen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)